Wie wirkt es?
- Wirkstoffgruppe
- Mittel gegen Nervenschmerzen und Krampfanfälle (Antiepileptikum)
- Formen
- Kapseln und Tabletten 25 bis 300 mg, Retardtabletten 82,5 mg, 165 mg und 330 mg
- Anwendung
- Nervenschmerzen; Kapseln und Tabletten auch bei Epilepsie (als Zusatz) und generalisierter Angststörung
- Übliche Tagesdosis
- Kapseln und Tabletten 150 bis 600 mg, Retardtabletten 165 bis 660 mg
- Wichtig
- Kann abhängig machen, nur langsam über mindestens 1 Woche absetzen
- Rezept
- Verschreibungspflichtig
Pregabalin gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln für Erwachsene mit Nervenschmerzen, Epilepsie oder generalisierter Angststörung.2 Der Wirkstoff bindet im Gehirn und Rückenmark an einen Baustein bestimmter Calciumkanäle der Nervenzellen.1 Er wird fast unverändert über die Nieren ausgeschieden.1 Deshalb hängt die passende Dosis stark von Ihrer Nierenfunktion ab.1
Nervenschmerzen (neuropathische Schmerzen): Gemeint sind lang anhaltende Schmerzen durch geschädigte Nerven, zum Beispiel bei Diabetes oder nach einer Gürtelrose.2 Sie können sich brennend, stechend, einschießend, kribbelnd oder taub anfühlen.2
Epilepsie: Die Kapseln werden bei Anfällen eingesetzt, die in einem Teil des Gehirns beginnen (partielle Anfälle).2 Sie kommen hinzu, wenn die bisherige Behandlung nicht ausreicht.2 Pregabalin ist nicht dafür gedacht, allein gegen Epilepsie eingenommen zu werden.2
Generalisierte Angststörung: Gemeint sind lang anhaltende, schwer behandelbare Angst- und Sorgenzustände.2 Dazu können Unruhe, Anspannung, rasche Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Reizbarkeit, Muskelverspannung oder Schlafstörungen kommen.2 Mehr dazu lesen Sie unter Angststörungen.
Retardtabletten: Ihre Packungsbeilage nennt nur Nervenschmerzen als Anwendungsgebiet.3 Bei Epilepsie oder Angststörung sind die Retardtabletten nicht zugelassen (Off-Label).3