Wie unsere Ärzte entscheiden
Ein Rezept ist eine ärztliche Entscheidung. Auf dieser Seite beschreiben wir, auf welcher Grundlage sie getroffen wird, welche Prüfungen vorher laufen und wann ein Arzt ablehnt. Eine Anfrage führt nicht automatisch zu einem Rezept. Reichen die Angaben nicht für eine sichere Entscheidung, stellt der Arzt kein Rezept aus.

1. Der medizinische Fragebogen
Für jedes Arzneimittel gibt es einen eigenen Fragebogen. Er richtet sich nach der Fachinformation des Arzneimittels, vor allem nach den Abschnitten zu Gegenanzeigen (4.3) und Warnhinweisen (4.4). Gefragt wird unter anderem nach:
- dem Grund, aus dem Sie das Arzneimittel benötigen
- Vorerkrankungen und Allergien
- allen anderen Medikamenten, auch rezeptfreien
- Schwangerschaft und Stillzeit, wo das für das Arzneimittel wichtig ist
Sie können Unterlagen hochladen, etwa Laborwerte, Arztbriefe oder Befunde früherer Untersuchungen. Am Ende ist Platz für alles, was der Arzt außerdem wissen sollte.
Jeder Fragebogen wird von einem Arzt oder Apotheker geprüft, bevor er verwendet wird. Ändert sich ein Fragebogen, werden die Fragen erneut gestellt.
2. Sicherheitsprüfungen vor der ärztlichen Entscheidung
Einige Antworten schließen eine Behandlung auf diesem Weg von vornherein aus, zum Beispiel eine Gegenanzeige laut Fachinformation. Die Anfrage kann dann nicht abgeschickt werden. Sie sehen den medizinischen Grund dafür.
Außerdem wird jede Anfrage mit Ihren früheren Bestellungen bei uns abgeglichen:
- Wechselwirkungen: Arzneimittel, die laut Fachinformation nicht zusammen angewendet werden dürfen, können nicht gemeinsam bestellt werden. Bei anderen Kombinationen sieht sich der Arzt die Anfrage gesondert an.
- Höchstmengen: Für manche Wirkstoffe gilt eine Höchstmenge in einem bestimmten Zeitraum.
- Abstände: Manche Wirkstoffe wirken nach der letzten Einnahme noch nach. Das wird beim nächsten Arzneimittel berücksichtigt.
Auch diese Regeln werden von einem Arzt freigegeben, bevor sie gelten.
3. Die ärztliche Prüfung
Ein Arzt liest Ihre Angaben im Zusammenhang: die Antworten, Ihren Freitext und hochgeladene Unterlagen. Er entscheidet, ob das Arzneimittel für Sie geeignet und sicher ist. Fehlt ihm eine Information, kann er nachfragen.
4. Wann der Arzt ablehnt
Die häufigsten medizinischen Gründe sind:
- Eine Gegenanzeige: Das Arzneimittel darf laut Fachinformation bei Ihnen nicht angewendet werden.
- Eine Wechselwirkung: Ein anderes Medikament, das Sie nehmen, verträgt sich nicht mit dem angefragten.
- Warnzeichen: Ihre Beschwerden sollten vor Ort untersucht werden.
- Alter oder Vorerkrankung: Das Arzneimittel ist für Ihre Altersgruppe nicht zugelassen, oder eine Erkrankung schließt es aus.
- Anwendung außerhalb der Zulassung: Für eine Off-Label-Anwendung muss der Arzt Nutzen und Risiken im Einzelfall begründen können.
- Unvollständige oder widersprüchliche Angaben: Dann ist keine sichere Beurteilung möglich.
In Schwangerschaft und Stillzeit ist eine Behandlung auf diesem Weg bei den meisten Arzneimitteln nicht möglich. Sie gehört in die Betreuung durch Ihre Frauenarztpraxis.
5. Nach der Entscheidung
Stellt der Arzt ein Rezept aus, geht es so weiter, wie Sie es bei der Bestellung gewählt haben:
- Partnerapotheke: Eine unserer Partnerapotheken gibt das Arzneimittel ab und schickt es Ihnen zu.
- Apotheke Ihrer Wahl: Sie erhalten das Rezept als PDF mit qualifizierter elektronischer Signatur und lösen es in einer Apotheke Ihrer Wahl ein.
Die ärztliche Prüfung, die Betreuung und die Plattformgebühr kosten in beiden Fällen gleich viel.
Lehnt der Arzt ab,
- erhalten Sie den vollen Betrag zurück;
- erfahren Sie, aus welchem konkreten Grund er abgelehnt hat.
Eine Ablehnung ist kein Urteil über Sie. Sie heißt nur, dass eine Behandlung auf diesem Weg nicht sicher genug ist. Nehmen Sie die Begründung mit zu Ihrer Hausarztpraxis oder einer Fachpraxis. Dort kann eine Untersuchung klären, welche Behandlung für Sie infrage kommt.
So helfen Sie dem Arzt
- Beantworten Sie alle Fragen vollständig und ehrlich.
- Nennen Sie alle Medikamente, auch rezeptfreie Mittel und Nahrungsergänzungsmittel.
- Laden Sie vorhandene Befunde hoch.
- Sind Sie unsicher, ob etwas wichtig ist, geben Sie es lieber an.
Antworten auf Fragen zu Bestellung, Versand und Rückgabe finden Sie in den häufigen Fragen.